Auf den Tischen liegen keine Tablets, sondern Bretter, Batterien, Kabel und Büroklammern. Trotzdem steht in der 5. Klasse Informatik auf dem Stundenplan. „Die Schülerinnen und Schüler bauen Morseapparate und lernen so spielerisch eine einfache Art der Kommunikation kennen. Schritt für Schritt begreifen sie, dass IT nicht erst am Bildschirm beginnt“, erklärt Informatiklehrer Yves Schütz. „Besonders beliebt sind die Unterrichtsmodule mit kindgerechten, haptischen Aufgaben. Damit kann ich das Interesse der Kinder und Jugendlichen wecken.“ Das praxisorientierte Konzept hinter diesen Modulen hat sich über viele Jahre weiterentwickelt und wird heute an zahlreichen Schulen eingesetzt.
Besonders beliebt sind die Unterrichtsmodule mit kindgerechten, haptischen Aufgaben. Damit kann ich das Interesse der Kinder und Jugendlichen wecken.
Yves Schütz, MINT-Beauftragter an der Rochus-Realschule
plus mit Fachoberschule in Bingen
Yves Schütz ist MINT-Beauftragter an der Rochus-Realschule plus mit Fachoberschule in Bingen. Seit der Pilotphase 2016 engagiert er sich im Projekt IT2School. „Wir waren eine von sechs Pilotschulen in Rheinland-Pfalz und haben die Unterrichtsmaterialien getestet und mit weiterentwickelt“, erklärt Schütz. Seit 2018 setzt die Schule die Module ab der fünften Klasse kontinuierlich und fächerübergreifend ein. Viele Lehrkräfte wurden inzwischen durch die Wissensfabrik kostenlos fortgebildet. Die Materialien sind wissenschaftlich fundiert und lassen sich direkt im Unterricht nutzen.
Wie kommen die MINT-Projekte an die Schulen?
„Geht eine Schule mit einem unserer Mitgliedsunternehmen eine Bildungspartnerschaft ein, kann sie unsere Projektmaterialien kostenfrei nutzen“, erklärt Axel Jentzsch von der Wissensfabrik. „Dafür können sich die Schulen bei uns bewerben. Wir suchen dann einen passenden Bildungspartner – entweder Unternehmen im regionalen Umfeld der Schulen oder andere Bildungsträger, etwa IHKs.“ Diese Bildungspartner finanzieren die Weiterentwicklung der Projekte, die Materialien und auch die Weiterbildung der Lehrkräfte. IT2School wird bundesweit an mehr als 1.000 Schulen eingesetzt. Kooperationen bestehen mit Landesministerien in Rheinland-Pfalz, Schleswig- Holstein, Baden-Württemberg und Sachsen. In Rheinland-Pfalz nutzt inzwischen jede dritte weiterführende Schule das Projekt. „Wir haben viel mehr Schulen, die sich für unsere Projekte interessieren als Bildungspartner, die unterstützen. Hier bräuchten wir noch mehr Engagement seitens der Unternehmen“, unterstreicht Jentzsch.
Die Rochus-Realschule plus hat mit Boehringer Ingelheim schon seit vielen Jahren einen verlässlichen Bildungspartner. „Wir unterstützen sie mit den IT2School-Materialien, weil gerade digitale Bildung wichtig für die Zukunft junger Menschen ist. Gemeinsam mit der Wissensfabrik fördern wir so Neugier, MINT-Kompetenzen und Chancengerechtigkeit“, erklärt Monika Schmitt-Herrmann von Boehringer Ingelheim. Die Rochus Realschule sei eine von vielen Schulen, mit denen sie eine Partnerschaft pflegten. „Diese Zusammenarbeit eröffnet vielfältige Wege der Berufsorientierung. Wir engagieren uns bei Schulmessen, Bewerbertrainings und TableTalk-Formaten direkt vor Ort und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern frühe Einblicke in berufliche Perspektiven und Zukunftsthemen“, so Schmitt-Herrmann.
IT2School – Gemeinsam IT entdecken
Mit IT2School lernen Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse spielerisch und anschaulich die Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Künstlichen Intelligenz kennen.
So können Unternehmen mitmachen:
- Unterrichtsmodule unterstützen (finanziell oder durch Know-how)
- Bildungspartnerschaft mit einer Schule eingehen
- Bei einem Projekttag mit Schülern und Schülerinnen zusammen programmieren und das Unternehmen vorstellen
- Teilnahme an Bewerbertrainings, Schulmessen, TableTalks etc.
Weitere Infos: www.wissensfabrik.de/it2school



